Katharina von Bora in Uslar auf der Bühne: Ein Abend für die Hospiz-Stiftung
Am Vorabend des Reformationstags verwandelte sich das Evangelische Gemeindehaus in Uslar in einen Ort der Geschichte: Schauspiel und Klaviermusik brachten die „Lutherin“ zurück ins Leben, und das zugunsten der Hospiz-Stiftung.
Dirk Ohlmer von der Hospiz-Stiftung begrüßte die zahlreichen Gäste und freute sich sichtlich über den großen Zuspruch.
Eine starke Frau an Luthers Seite
Im Mittelpunkt stand ein Ein-Personen-Stück über Katharina von Bora, die Ehefrau Martin Luthers. Autorin und Darstellerin in einer Person war Dorothea Speyer-Heise, Pastorin im Ruhestand. Sie schrieb die Monologe selbst und spielte sie mit viel Leidenschaft.
Ihre Katharina zeigte sich als starke Frau, die nach dem Verlassen des Klosters mit dem ehemaligen Mönch und Theologieprofessor Martin Luther ein neues Leben begann. Mal klagte sie über harte Garten- und Hausarbeit und die bescheidenen Mittel im Haushalt, mal sprach sie voller Stolz über die Kinder und das, was die Familie trotz widriger Umstände erreicht hatte.
Dazu kamen theologisch durchdachte Gedanken und ein warmherziger Blick auf die Ehe. So wurde deutlich, wie sehr Katharina von Bora das Familienleben und die Reformationszeit mitgeprägt hat. Schlichte Kleidung wie zu Beginn der Neuzeit und ein anschauliches Spiel ließen das Publikum tief in die Epoche eintauchen.
Klaviermusik als Klangraum
Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Musiklehrer Klaus Kairat. Mit ausgewählten Klavierwerken unterstrich er die historischen Inhalte und schuf eine dichte Atmosphäre.
Für die Hospizarbeit in der Region
Der Erlös des Abends kam der Hospiz-Stiftung Region Einbeck-Northeim-Uslar zugute. Seit 2003 stärkt sie den Ambulanten Hospizdienst Leine-Solling, unter anderem durch Aus- und Weiterbildungen, Koordination und Projekte wie LuToM (Trauerangebote für junge Menschen) und AUDEA (alltagsnahe Begleitung und Entlastung). Die Stiftung dankt allen Besucherinnen und Besuchern für die großzügigen Spenden.
Ein gelungener Auftakt zum Reformationstag: Er machte Geschichte lebendig, begeisterte künstlerisch und setzte zugleich ein wertvolles soziales Zeichen.
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