Stifterversammlung 2026

25.03.2026

Positive Entwicklung bei der Hospiz-Stiftung und wachsendes Engagement im Leine-Solling-Gebiet

Stabile finanzielle Entwicklung

In der jüngsten Stifterversammlung 2026 der Hospiz-Stiftung Region Einbeck-Northeim-Uslar hat der Vorstand eine insgesamt positive Entwicklung vorgestellt. Sowohl das Stiftungskapital als auch das Gesamtvermögen konnten weiter gesteigert werden. Diese stabile finanzielle Grundlage ermöglicht es der Stiftung, den Ambulanten Hospizdienst Leine-Solling kontinuierlich zu unterstützen und damit dessen vielfältige Arbeit langfristig abzusichern.

Vielfältige Aufgaben in der Begleitung

Der Ambulante Hospizdienst übernimmt eine wichtige Aufgabe in der Begleitung von Menschen in schwierigen Lebensphasen. Dazu zählen die Betreuung von Schwerkranken und Sterbenden ebenso wie die Unterstützung von Angehörigen, Freunden und Hinterbliebenen. Auch im Bereich der Demenzbegleitung sowie in der Trauerarbeit ist der Dienst aktiv. Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen ist diese Unterstützung von besonderer Bedeutung, da sie betroffenen Menschen Orientierung und Entlastung bietet.

Ehrenamt als tragende Säule

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Hospizdienstes ist das Engagement ehrenamtlicher Kräfte. Mehr als fünfzig Ehrenamtliche sind derzeit im Einsatz. Sie werden von einem Koordinationsteam begleitet, das nun personell verstärkt wurde. Zu den langjährigen Koordinatorinnen Annette Hartman, Susanna Lenkewitz und Gabriele Kleinschmidt ist Andrea Huschebeck hinzugekommen. Diese Erweiterung trägt dazu bei, die Organisation und Begleitung der ehrenamtlichen Arbeit weiter zu verbessern und die Qualität der Angebote zu sichern.

Einbindung und spirituelle Begleitung

Der Hospizdienst versteht sich als weltanschaulich neutral. Gleichzeitig ist er rechtlich unter dem Dach des Kirchenkreises Leine-Solling angesiedelt. In diesem Rahmen engagiert sich auch der katholische Diakon Norbert Linkmann. Er bietet unter anderem die Krankenkommunion an und betreut Altenheime in Uslar und Lippoldsberg. Dieses Angebot ergänzt die bestehende Begleitung und trägt dazu bei, auch spirituelle Bedürfnisse von Menschen in der letzten Lebensphase zu berücksichtigen.

Breites Angebot an Gruppen und Unterstützung

Neben der individuellen Begleitung gehören auch verschiedene Gruppenangebote zum Leistungsspektrum des Hospizdienstes. In Einbeck und Northeim bestehen Trauergruppen, in denen Betroffene einen geschützten Raum für Austausch und Verarbeitung finden. Darüber hinaus gibt es mit AUDEA ein Angebot für Menschen mit Demenz sowie Gesprächskreise für pflegende Angehörige. Mit dem Projekt LuToM richtet sich der Hospizdienst zudem gezielt an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die mit Krankheit, Sterben oder Tod eines nahestehenden Menschen konfrontiert sind. Diese unterschiedlichen Angebote tragen dazu bei, den vielfältigen Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden.

Weiterer Bedarf an Engagement

Alle Gruppen werden von qualifizierten Ehrenamtlichen betreut, die speziell für ihre Aufgaben ausgebildet sind. Dennoch besteht weiterhin Bedarf an zusätzlicher Unterstützung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich in der Hospizarbeit zu engagieren und damit einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten.

Kontinuität im Vorstand

Die finanzielle Grundlage für diese Arbeit wird seit dem Jahr 2003 durch die Hospiz-Stiftung Region Einbeck-Northeim-Uslar gesichert. Der Vorstand der Stiftung arbeitet ehrenamtlich. In der aktuellen Stifterversammlung wurden Dirk Ohlmer, Norbert Linkmann, Isolde Ohlmer und Lena Almstedt für weitere fünf Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Die Beisitzerin Andrea Vogel steht turnusgemäß erst im kommenden Jahr zur Wahl.

Mehr Transparenz für Vertrauen

Ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen Arbeit liegt auf dem Thema Transparenz. Die Stiftung hat als erste Organisation im Landkreis Northeim die Verpflichtungserklärung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft unterzeichnet. Damit verpflichtet sie sich, zentrale Informationen zu ihrer Arbeit öffentlich zugänglich zu machen. Hintergrund ist, dass es für gemeinnützige Organisationen bislang keine einheitlichen gesetzlichen Vorgaben zur Veröffentlichung relevanter Daten gibt. Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft hat deshalb Richtlinien entwickelt, die für mehr Offenheit und Nachvollziehbarkeit sorgen sollen.

Informationen online zugänglich

Die Umsetzung dieser Vorgaben erfolgt über die Internetseite der Stiftung. Dort werden künftig wesentliche Informationen für Spenderinnen und Spender sowie für Stifterinnen und Stifter bereitgestellt. Ziel ist es, Vertrauen zu stärken und die Arbeit der Stiftung nachvollziehbar darzustellen. Gleichzeitig soll die erhöhte Transparenz dazu beitragen, neue Unterstützer zu gewinnen und das Engagement in der Region weiter auszubauen.

Gute Ausgangslage für die Zukunft

Insgesamt zeigt sich, dass die Hospiz-Stiftung und der Ambulante Hospizdienst Leine-Solling gut aufgestellt sind. Die Kombination aus stabiler Finanzierung, engagierten Ehrenamtlichen und einem breiten Angebotsspektrum bildet eine verlässliche Grundlage für die zukünftige Arbeit. Auch die personelle Verstärkung in der Koordination sowie die verstärkte Ausrichtung auf Transparenz sind wichtige Schritte, um den Herausforderungen der kommenden Jahre zu begegnen.

Blick nach vorn

Die Verantwortlichen sehen die bisherigen Entwicklungen als Bestätigung ihres Kurses. Gleichzeitig bleibt die Aufgabe bestehen, die Angebote kontinuierlich weiterzuentwickeln und an die Bedürfnisse der Menschen in der Region anzupassen. Die Hospizarbeit lebt dabei in besonderem Maße vom Engagement der Menschen vor Ort. Die Stiftung und der Hospizdienst setzen daher auch künftig auf die Unterstützung der Bevölkerung, um ihre wichtige Arbeit fortzuführen.

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