Elisabeth von Calenberg

Premiere des Theaterstücks Elisabeth von Calenberg
Die Hospiz-Stiftung Region Einbeck–Northeim–Uslar lädt am 16. Oktober 2026 um 18:00 Uhr zur Premiere eines neuen Ein-Personen-Schauspiels in die Corvinus-Kirche ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die historische Persönlichkeit Elisabeth von Calenberg (1510–1558), deren Wirken eng mit der Einführung der Reformation im Fürstentum Calenberg-Göttingen verbunden ist. Die Aufführung ist Teil des kulturellen Engagements der Stiftung, die mit Veranstaltungen dieser Art auf ihre Arbeit aufmerksam macht und Spenden für die Hospizarbeit einwirbt.
Elisabeth von Calenberg war die Tochter des Kurfürsten Joachim I. von Brandenburg und wurde 1525 mit dem Herzog Erich I. von Braunschweig-Lüneburg verheiratet. Nach dessen Tod im Jahr 1540 übernahm sie als Vormund für ihren Sohn die Regierung. In dieser Funktion setzte sie sich für die Einführung der lutherischen Lehre ein und stand im Austausch mit dem Reformator Martin Luther. Unterstützt wurde sie dabei unter anderem von dem Theologen Antonius Corvinus, der 1542 in ihrem Auftrag eine Kirchenordnung für das Fürstentum erarbeitete. Auch Begegnungen mit Katharina von Bora sind überliefert. Die Inszenierung greift diese historisch belegten Zusammenhänge auf und stellt sie in einen biografischen Zusammenhang.
Das Stück ist von Dorothea Speyer-Heise entwickelt und wird von ihr aufgeführt. Speyer-Heise ist Theologin und war über viele Jahre als Klinikseelsorgerin tätig, unter anderem am Albert-Schweitzer-Krankenhaus in Northeim. Seit 2013 befindet sie sich im Ruhestand, bleibt jedoch weiterhin kulturell und seelsorgerisch engagiert. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin und Darstellerin eigener Stücke ist sie in der Region auch durch Lesungen und kulturelle Beiträge bekannt.
Ein Beispiel hierfür ist ihr Ein-Personen-Schauspiel über Katharina von Bora, das sie selbst verfasst und auf die Bühne gebracht hat. In dieser Produktion verband sie historische Inhalte mit einer persönlichen Perspektive und gestaltete die Darstellung eigenständig als Monolog. Auch bei Veranstaltungen der Hospiz-Stiftung war sie wiederholt beteiligt, etwa mit literarischen Programmen und Lesungen, die zugunsten der Hospizarbeit durchgeführt wurden. Ihr neues Stück über Elisabeth von Calenberg knüpft an dieses Format an und erweitert den thematischen Fokus auf eine weitere Frau der Reformationszeit.
Veranstalterin der Premiere ist die Hospiz-Stiftung Region Einbeck–Northeim–Uslar. Die Stiftung engagiert sich seit 2003 für die Förderung der Hospizarbeit in der Region, insbesondere zur Unterstützung des Ambulanten Hospizdienstes Leine-Solling. Ziel der Hospizarbeit ist es, schwerkranken und sterbenden Menschen ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen und auch deren Angehörige zu begleiten. Dabei spielen ehrenamtliche Mitarbeit, seelsorgerische Unterstützung sowie psychosoziale Begleitung eine zentrale Rolle.
Um diese Arbeit langfristig zu sichern, organisiert die Stiftung regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte oder Theaterabende. Diese dienen nicht nur der Information über Hospizarbeit, sondern auch der Einwerbung von Spenden. Die Erlöse kommen direkt der Begleitung schwerstkranker Menschen zugute. Gleichzeitig schaffen die Veranstaltungen einen öffentlichen Raum für Begegnung, Reflexion und Auseinandersetzung mit existenziellen Themen wie Leben, Sterben und Erinnerung.
Die Aufführung in der Corvinus-Kirche steht somit sowohl im Zeichen historischer Bildung als auch gesellschaftlichen Engagements. Mit der Darstellung einer reformationsgeschichtlich bedeutenden Persönlichkeit verbindet die Veranstaltung kulturelle Inhalte mit einem sozialen Anliegen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei; Spenden zugunsten der Hospiz-Stiftung sind vorgesehen.


